Die FDP Frauen haben mit ihren jüngsten Aktionen (Aktion „Roter Teppich.“ und „Nicht mehr oben ohne.“) aufgezeigt, dass man auch frech und unkonventionell für mehr Frauen in der Chefetage kämpfen kann. Neben der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf, genügend Krippenplätzen, Tagesschulen und der Förderung von Frauen in technischen Berufen ist die Quote ein mögliches Instrument, um dieses Ziel zu erreichen. Doch Quoten waren und sind stets das am wenigsten favorisierte Instrument der FDP Frauen; denn eigentlich soll die beste Person - unabhängig vom Geschlecht - weiter kommen. Leider zeigt jedoch das krasse Missverhältnis von aktuell nur gerade 11 % Frauen in den Verwaltungsräten und 5 % Frauen in der Führungsetage der Unternehmungen, dass sich unsere Schweiz kaum bewegt. Für die FDP Frauen ist dabei die Gleichstellung zwischen Mann und Frau und damit die Chancengleichheit für Frau und Mann die Grundvoraussetzung einer erfolgreichen liberalen Gesellschaft. Liberale lieben zwar die starren Quoten nicht und keine Frau will eine „Quotenfrau“ sein. Die heutige krasse Untervertretung der Frauen in den Führungsgremien ist jedoch in einer liberalen Gesellschaft ebenso wenig akzeptabel.Als Liberale wollen wir auch nicht, dass der Staat der Wirtschaft per Gesetz vorschreibt, wie sie zu arbeiten hat; die unternehmerische Freiheit ist den FDP Frauen wichtig. Der Staat muss jedoch dann eingreifen, wenn die Chancengleichheit faktisch nicht existiert.
Öffentliche Verwaltungen
In einem ersten wichtigen Schritt unterstützen die FDP Frauen deshalb die Forderung nach Quoten im Sinne von Zielvorgaben in der öffentlichen Verwaltung. Im Service public sind Geschlechterquoten richtig, weil die öffentliche Verwaltung mit gutem Beispiel vorausgehen soll und mit Steuergeldern finanziert wird. Sie sollen zeitlich befristet sein (sunset legislation) und regelmässig auf ihre Wirksamkeit überprüft werden.
Verwaltungsräte
Auch eine zeitlich befristete Quote (sunset legislation), z.B. für fünf Jahre in den Verwaltungsräten von börsenkotierten Unternehmen, wäre eine mögliche und umsetzbare Massnahme, wenn freiwillige Massnahmen nichts fruchten. Die FDP Frauen verfolgen daher ihre Kampagne „Nicht mehr oben ohne.“ konsequent weiter und setzen so ein liberales Signal für mehr Chancengleicht auch bei den Verwaltungsräten. Dazu gehören auch die von den FDP Frauen mitlancierten Projekte wie www.female-executives.
Konzernleitungen resp. Geschäftsleitungen
Frauenquoten von 30 Prozent in sämtlichen Konzernleitungen zu fordern halten die FDP Frauen als realitätsfremd. Dazu fehlen heute leider die weiblichen Fachkräfte, gerade in den technischen Berufen. Hier engagieren sich die FDP Frauen für die Förderung von weiblichen technischen Nachwuchskräften und arbeiten mit Bundesrat Schneider Ammann an diversen Projekten mit, damit sich vermehrt junge Frauen für technische Berufe entscheiden.
Kontakt
Carmen Walker Späh, Präsidentin, Mobile +41 79 575 67 66
Claudine Esseiva, Generalsekretärin, +41 78 801 99 99
Christa Markwalder, Nationalrätin, Mobile +41 79 222 52 80
Petra Studer, Vize-Präsidentin, +41 79 474 65 62