Sicherheit

Sicherheit

Für einen sicheren öffentlichen Raum

Sicherheit ist die Grundlage für Freiheit. Nur wer sich sicher fühlt, kann sich frei bewegen, seine Meinung äussern, einer Arbeit nachgehen und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. Für uns als Liberale ist klar: Der Schutz der Bürgerinnen und Bürger gehört zu den zentralen Aufgaben des Staates. Dieser Schutz muss für alle gelten, zu jeder Tageszeit, an jedem Ort und in jeder Lebenslage.

Frauen sind im Alltag oft anderen Risiken ausgesetzt als Männer. Viele meiden bestimmte Orte am Abend, passen ihren Heimweg an oder erleben Belästigungen, die nie zur Anzeige gebracht werden. Gleichzeitig geschieht ein grosser Teil der Gewalt nicht auf der Strasse, sondern dort, wo man sich eigentlich am sichersten fühlen sollte: zuhause, am Arbeitsplatz oder im digitalen Raum. Wir setzen uns für eine Sicherheitspolitik ein, die diese Realität ernst nimmt, konsequent handelt und Prävention, Schutz und Strafverfolgung gleichermassen stärkt.

Unsere Forderungen

Sicherheit zuhause
Das eigene Zuhause muss ein geschützter Ort sein. Häusliche Gewalt ist kein privates Problem, sondern ein Verbrechen, das konsequent verfolgt werden muss. Betroffene brauchen rasch und unkompliziert Zugang zu Beratung, Schutzunterkünften und rechtlicher Unterstützung. Wir fordern eine konsequente Anwendung der bestehenden Schutzinstrumente wie Wegweisungen und Kontaktverbote, eine enge Zusammenarbeit von Polizei, Justiz und Opferhilfe sowie ausreichende Plätze in Frauenhäusern in allen Regionen der Schweiz.

Stopp Jugendgewalt
Gewalt unter Jugendlichen hinterlässt tiefe Spuren, bei den Opfern ebenso wie in der Gesellschaft. Wir setzen auf eine klare Haltung: Gewalt wird nicht toleriert, und Taten haben Konsequenzen. Gleichzeitig ist Prävention entscheidend. Eltern, Schulen, Jugendarbeit und Polizei müssen eng zusammenarbeiten, damit Warnsignale früh erkannt und junge Menschen rechtzeitig aufgefangen werden, bevor sie in Gewalt abrutschen.

Sicherheit am Arbeitsplatz
Niemand soll am Arbeitsplatz Belästigung, Mobbing oder Gewalt erleben müssen. Sexuelle Belästigung ist nach wie vor verbreitet und wird oft aus Angst vor beruflichen Nachteilen verschwiegen. Wir erwarten von Arbeitgebenden klare Verhaltensregeln, niederschwellige Anlaufstellen und ein entschlossenes Handeln bei Verstössen. Eine Unternehmenskultur des Respekts ist nicht nur eine Frage des Anstands, sondern auch der Attraktivität als Arbeitgeberin.

Sicherheit in der Schule
Kinder und Jugendliche sollen ohne Angst lernen können. Die Schule muss ein Ort sein, an dem Mobbing, Ausgrenzung und Gewalt keinen Platz haben. Lehrpersonen brauchen die nötige Unterstützung und klare Handlungsmöglichkeiten, um bei Konflikten rasch einzugreifen. Ebenso wichtig ist es, Kinder früh zu stärken: Sie sollen lernen, Grenzen zu setzen, Hilfe zu holen und respektvoll miteinander umzugehen.

Sicherheit im Internet – virtuelle Sicherheit
Die digitale Welt ist kein rechtsfreier Raum. Cybermobbing, Hassrede, Stalking, sexuelle Belästigung und die Verbreitung intimer Bilder ohne Einwilligung treffen Frauen und Jugendliche besonders häufig. Wir fordern, dass Strafverfolgungsbehörden über die nötigen Mittel und das Fachwissen verfügen, um digitale Delikte wirksam zu verfolgen. Plattformen müssen ihre Verantwortung wahrnehmen. Gleichzeitig braucht es gezielte Förderung der Medienkompetenz, damit sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene sicher im Netz bewegen können.

Sicherheit im öffentlichen Raum
Frauen sollen sich jederzeit frei und ohne Angst im öffentlichen Raum bewegen können, auf dem Heimweg, im Zug, im Park oder im Ausgang. Dazu gehören eine sichtbare Polizeipräsenz, gut beleuchtete Wege und Haltestellen, eine sicherheitsbewusste Stadtplanung und ein öffentlicher Verkehr, der auch nachts als sicher empfunden wird. Belästigungen im öffentlichen Raum dürfen nicht als Bagatelle abgetan werden.

Sicherheit für Prostituierte (Sex-Arbeiterinnen)
Sexarbeit ist in der Schweiz legal, doch viele Frauen in diesem Bereich sind Gewalt, Ausbeutung und Abhängigkeit besonders stark ausgesetzt. Wir setzen uns dafür ein, dass Sexarbeiterinnen ihre Rechte kennen und wahrnehmen können, Zugang zu Beratung und Gesundheitsversorgung haben und bei Gewalt ohne Angst Anzeige erstatten können. Menschenhandel und Zwangsprostitution müssen mit aller Konsequenz bekämpft werden. Wir wollen Schutz durch Rechtssicherheit, nicht die Verdrängung in die Illegalität, wo Frauen noch verletzlicher werden.

Unser Ziel

Wir wollen eine Schweiz, in der sich alle Menschen sicher fühlen, zuhause, bei der Arbeit, in der Schule, online und im öffentlichen Raum. Eine Schweiz, in der Gewalt konsequent bekämpft wird, Opfer rasch Unterstützung erhalten und Täter zur Verantwortung gezogen werden. Denn nur wer sicher ist, kann auch frei sein.